Gleiberg-Verein

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Brunnen

Die Verfügbarkeit von Wasser war der entscheidende Faktor,
wenn es darum ging, einer Belagerung der Burg standzuhalten. In der Kombination Brunnen/Zisterne, die mit einem 1646 zerstörten Kuppelgewölbe überdeckt war (Reste noch sichtbar) wurde einerseits das Wasser von ehemals auf dem oberen Burghof befindlichen Wirtschaftsgebäuden gesammelt. Andererseits wurde auch das Wasser eines sekundären Grundwasserstockwerks angezapft.
Der mit Schutt verfüllte Brunnen wurde bisher nicht freigelegt, da im Brunnen am Ende des zweiten Weltkrieges deutsches und amerikanisches Militär Munition entsorgt haben sollen. Eine archäologische Grabung wäre - mit der gebotenen Vorsicht - bestimmt trotzdem ein lohnendes Projekt!

Oben: Gleiburg und der "Rechte Born" am Nordwesthang des Gleibergs um 1885. Vor Inbetriebnahme eines Wasserleitungsnetzes im Jahre 1912 holten die Bewohner Gleibergs ihr Wasser zum größten Teil aus dem "Rechten Born". Ein noch erhaltener, durch Mauern geschützter und eine Pforte in der "Stadtmauer" führte von der Kirche zum Ziehbrunnen. Der hölzerne Schwengel (mit Gegengewicht) und Pfosten wurde 1888 durch eine gußeiserne Pumpe ersetzt. Der "Rechte Born" ist heute mit einer Betonplatte abgedeckt. (Quelle: Gemeinde Wettenberg, 1991).