Gleiberg-Verein

Sie sind hier: Home / Burg / Albertus-Bau

Albertus-Bau

In der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts, d.h. ab 1575, begann die Errichtung der Unterburg. Der Funktionswandel der Burg von der Festung zum repräsentativen Amts- und Nebenwohnsitz der Nassauer Grafen kommt u.a. darin zum Ausdruck, dass der Albertus-Bau (Graf Albertus 1559 - 1589) noch in seiner Gesamtheit aus Stein, der Nassauer-Bau im Obergeschoss schon aus Fachwerk errichtet wurde.
Im Zuge der damaligen Ausbauarbeiten wurde der Zugang zur Burg an die heutige Stelle (zwischen Albertus- und Nassauer-Bau) verlegt.
Im Jahre 1882 wurde in der heutigen Albertus-Klause eine "Trinkhalle" eingerichtet, wo auch Studenten-Verbindungen der damaligen Ludwigs-Universität Gießen ihre Treffen abhielten.
In den Jahren 1933/34 wurde der Albertus-Bau, der bis dahin dem Burgwirt als Scheune gedient hatte und baufällig war, in ein NSDAP-Schulungslager umgebaut (Spuren v.a. in den Dachgeschossen). Der Gleiberg-Verein konnte in den 1930er/40er Jahren seine Eigentumsrechte an der Burg nur mit großer Mühe gegenüber verschiedenen NS-Organisationen wahren.
Seit 1950 setzte die 2. Sanierungswelle ein, die sich fast ausschließlich darauf konzentrierte, das Innere der Unterburg zu einem den modernen Erfordernissen entsprechenden Gastronomiebetrieb herzurichten: über der Albertus-Klause wird 1952/53 eine Wirtewohnung eingerichtet. Heizungs- und Sanitäranlagen werden eingebaut, Dachreparaturen und teilweise Neuverschieferungen der Fassade von Nassauer- und Albertus-Bau (1953-56, 1969/70, 1977 und vor allem 2000/01).

Oben: Das Dach des Albertusbaus wurde 2000/01 neu gedeckt.
Ihre heutige Form (lediglich die Küche wurde nachträglich eingebaut) erhielt die Albertus-Klause im Jahre 1986.