Gleiberg-Verein

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Eine Verkettung unglücklicher Umstände

führte im Juni 1646, also zwei Jahre vor Beendigung des 30jährigen Krieges, zur Zerstörung fast der gesamten Oberburg (mit Ausnahme des Bergfrieds) und der Dachstühle der Unterburg. Die Burg Gleiberg verlor endgültig ihre militärische Bedeutung und die ihr noch verbliebenen Funktionen. Eine dendrochronologische Untersuchung im April 2002 ergab, dass alle Balken der Dachstühle der Unterburg zwischen 1651/52 und 1653/54 als Bäume gefällt wurden.
Die 1652-54 neu bedachten Gebäude der Unterburg wurden nach 1646 kaum noch bewohnt. In der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts verbrachten die Grafen von Nassau immer wieder einige Tage oder Wochen im Jahr auf der Burg, um nach dem Rechten zu sehen, Huldigungen ihrer Untertanen des Gleiberger Landes entgegenzunehmen oder in den Gleiberger Forst zur Jagd zu reiten.

Oben: Auszug Gießener Studenten auf den Gleiberg 1826. (Quelle: Gleiberg-Verein, 1929)

Wiedergabe eines Stahlstiches von E.Willmann nach einem Gemälde von P. Weber aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. (Quelle: Gleiberg-Verein, 1929)
Die bisher auf der Burg wohnenden nassauischen Amtmänner nahmen zunächst in der "Stadt" Gleiberg Quartier und zogen 1734 schließlich nach Atzbach um.
Im 18. Jahrhundert geriet die Unterburg in einen immer schlechteren Zustand. Zum Schluss, d.h. , dienten die Gebäude der Unterburg lediglich zur Aufbewahrung des Zehntgetreides und verfielen allmählich.
In der Oberburg holten sich die Einwohner aus Krofdorf-Gleiberg und den umliegenden Dörfern die Steine zum Hausbau und zum Pflastern der Straßen. Daran änderte sich auch nichts, als die Gleiburg zusammen mit anderen Besitzungen der Nassau-Weilburger am 30. Juni 1816 in das Eigentum der preußischen Krone gelangte. Erst als der 1837 gegründete Gleibergverein 1879 Eigentümer der Burg wurde, konnte der weitere Verfall gestoppt und eine systematische Sanierung vorgenommen werden.
Die vom Gleiberg-Vverein seit 1837 durchgeführten Maßnahmen sind in der Rubrik "Über uns" näher erläutert.

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