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Burg Vetzberg


Burg Vetzberg war, wie ältere Schreibweisen belegen (Vogdisberch), Sitz eines Gleiberger Vogtes.
Ein genaues Datum für die Errichtung der Burg Vetzberg lässt sich nicht angeben.. Die Gesamtanlage besteht aus zwei Teilen. Die Oberburg mit dem romanischen Bergfried wurde vermutlich um die Mitte des 13. Jahrhunderts errichtet, die Unterburg entstand später. Vetzberg wurde 1226 erstmals urkundlich erw√§hnt, als ein "Macharius von Vogdisberch" und ein "Conradus de Degrenbach" als Zeugen einer Urkunde genannt wurden.
Die Burg war Sitz eines Gleiberger Vogtes. Der erwähnte Konrad von Dernbach gilt als Stammvater der besonders im und 15.Jahrhundert sehr bedeutenden Vetzberger Ganerbschaft, der zeitweise 34 Mitglieder angehörten. Eine Ganerbschaft ist eine Rechtsgemeinschaft, zu der sich die Mitglieder von adligen Familien zusammen schlossen, um das Vermögen ungeteilt zu erhalten.
In der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts betätigten sich die Vetzberger Ganerben als Raubritter. Deshalb ließ die Stadt Frankfurt 1463 Burg und Dorf Vetzberg stürmen. Als 1495 durch den "Ewigen Landfrieden" die Räuberein unter strenge Strafen gestellt wurden, verließen die Ganerben nach und nach die für sie nun wertlose Burg.
1765 verkauften die vier noch verbliebenen Ganerben alle ihre Rechte und Besitzungen an die Fürsten von Nassau-Weilburg. Die Vetzburg verfiel in der Folgezeit allmählich.
Der 1965 gegründete Vetzbergverein und die Gemeinde Biebertal, in deren Besitz sich die Burg seit 1970 befindet, haben in den letzten Jahrzehnten gemeinsam die notwendigen Aufräumungs-, Sicherungs- und Ausbauarbeiten geleistet.
Quelle: Vetzbergverein(Hrsg.): Vetzberg im Wandel der Zeit. Biebertal 2009.

Oben: Burg Vetzberg und der Schatten von Burg Gleiberg.

Oben: Burg Vetzberg auf einer alten Ansichtskarte. Der Basaltkegel um die Burg ist fast ohne Büsche, die Flächen am Hang werden noch landwirtschaftlich genutzt.

Oben: Abendimpression von Burg Vetzberg.

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